
Die Kieler Woche und das AINS-Symposium boten mal wieder viele schöne Bilder und netten Besuch.

Auch wenn es draußen gerade so gar nicht danach aussieht: Der Frühling ist da! (Zumindest auf dem Papier.) Im Moment scheint der Osterhase eher mit dem Schlitten kommen zu müssen und die Verwendung von Schneeschuhen die Suche nach den Eiern zu erleichtern…
Wir wünschen allen an dieser Stelle schöne Ostertage und viel Spaß beim Eiersuchen!

So fuehlte es sich fast ein bisschen an als ich gestern die einmalige Gelegenheit hatte, auf dem NEF 14 A meine Einsaetze fuer die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin zu vervollstaendigen. Mit zwei sehr netten Kollegen, die sich zu meinem Erstaunen mehr als zwei Jahre nach meinem PJ im AK Altona noch sehr gut an mich erinnern konnten, hatte ich insgesamt 7 teilweise ganz interessante Einsaetze in meiner alten Heimat dem Hamburger Westen. Ein schoener Tag, der sich so in Zukunft gerne mal wiederholen duerfte…

Endlich hatte ich einmal die Gelegenheit, als ärztlicher Mitflieger auf dem Rettungshubschrauber “Christoph Hansa” zu sein. Gleich für zwei Tage durfte ich dabei sein und neben interessanten Bildern von Hamburg aus der Luft einmal mehr einen Einblick in die Luftrettung und ihre Besonderheiten nehmen. Leider war, wie jedesmal wenn ich auf einem Hubschrauber bin, das Wetter sehr bescheiden… Trotzdem hat es mir sehr viel Spaß und Lust auf mehr gemacht.

Dank Henning hatte ich nochmal die Gelegenheit, im schönen Stade NEF zu fahren und, man sollte es nicht glauben, eine Menge Einsätze zu sammeln. So ist Stade das NEF, mit dem ich bisher pro Zeit die meisten Einsätze erleben konnte. Dazu kommt natürlich der Umstand mit Henning auch ein bisschen die guten alten Zeiten aufleben zu lassen und endlich mal wieder zusammen zu retten auch wenn man manchmal vielleicht auch einfach lieber weiter geschlafen hätte, zum Beispiel anstatt mitten in der Nacht am Fähranleger nach einem eventuellen Selbstmörder zu suchen…
Neulich hatte ich die wunderbare Gelegenheit mit einem sehr lieben Freund im schoenen Stade NEF zu fahren und dabei Einsaetze zu sammeln. Von seiner Wohnung aus haben wir auf das Bimmeln des Melders gewartet und sind dann in einem zwar neuen aber doch sehr klapprigen Nissan-NEF losgeduest. Insgesamt alles doch sehr beruhigend unspektakulaer. Das aufregendste war eine Schussverletzung eines 4jaehrigen Kindes, wobei dank Luftpistole, doch eher die schlichte familiaere Situation das schaurigste war. Alles in allem bin ich nun meiner Zusatzbezeichnung um fuenf Einsaetze naeher gekommen und konnte aus dem Erfahrungsschatz eines richtigen (
) Notarztes schoepfen. Danke, Henning! Es hat mir sehr viel Spass gemacht und ich hoffe, dass wir das irgendwie wiederholen koennen.

Die letzten drei Tage hatte ich die wunderbare Gelegenheit, meine Notarzteinsaetze auf dem Rettungshubschrauber Christoph 12 in Siblin zu sammeln. Dort, mitten auf dem Acker steht eine gute alte Bell 212 und wartete an diesen Tagen mit dem Notarzt, Rettungsassistenten, Piloten, Bordwart und mir zusammen auf interessante Einsaetze. Nun ja, wie bei solchen Angelegenheiten ueblich, wirkte meine Anwesenheit schuetzend ueber die Leute in unserem Einzugsgebiet und so hatten wir 2 + 5 + 2 Einsaetze. Trotzdem war es hochinteressant. Aus der Luft staunt man immer wieder ueber die Schoenheit und den Seenreichtum Ostholsteins. Mehr Bilder gibt es bei Gelegenheit an dieser Stelle.
… muß die Tragik wohl grenzenlos sein. Um hinter die Kulissen dieses Textes eines Retterliedes zu blicken, durfte ich gestern einen Tag lang in der Luftrettung hospitieren. Zusammen mit einem meiner Lieblingsnotärzte begann ich also 30 Minuten vor Sonnenaufgang am Luftrettungszentrum Niebüll, wo der Christoph Europa 5 stationiert ist. Wir holten die BK 117 aus dem Hangar holten chrubbten sie und nach getaner Arbeit folgte dann auch der erste Einsatz. Ein Primäreinsatz, internistisch, im Anschluß ein Krankentransport. Wir flogen wir über das Wattenmeer nach Amrum und von dort weiter nach Wyk auf Föhr. Sehr schön diese Nordseeinseln aus der Luft… Anschliessend folgte ein Primäreinsatz mit dem dänischen Rettungsdienst bis nach Odense flogen. Nach einem kurzen Anschlusstransport in einem Falck-Rettungswagen durfte ich einen Blick in ein dänisches Krankenhaus werfen. Nach dem Rückflug nach Niebüll war unser Einsatztag vorbei. Einen Verkehrsunfall in Dänemark am Abend konnten wir leider nicht mehr annehmen, da die Sonne bereits im Untergang begriffen war. Alles in allem war das ein sehr schöner erster Tag in der Luftrettung und hoffentlich nicht mein letzter.


Gestern um 12.57 Uhr kehrte “Anneliese” von ihrem letzten Einsatz als Rettungshubschrauber der Hansestadt ans BWK zurück. Kurz darauf übernahm der “Christoph 29″, geflogen von der Bundespolizei, den Dienst am alten Standort. Der gute alte Teppichklopfer wird uns sicher fehlen, irgendwie gehörte sie ja schon fest zum Stadtbild…
Je nach Wetterlage bekommen wir ein bis zweimal täglich Besuch von oben, nicht ganz so weit oben, wie es der Gyn im Haus lieb wäre aber doch immerhin aus der Luft. Dass der Heli landet und mal wieder einen Skifahrer bringt, zum Teil auch als Sitzendtransport für den beim Aussteigen noch nicht einmal der Rotor gestoppt wird, merken wir oft erst daran, dass der Schnee vom Landeplatz an die Fenster unseres Arztzimmers verweht wird und es bei uns schneit. Es ist doch immer wieder schön und ich hoffe, dass ich bald mehr von der Rega berichten kann…
